Sonntag, 13. Mai 2007

Bundestag duldet Hungerlöhne

5,10 Euro pro Stunde fürs Reichstag-Putzen.
Ausgerechnet dort, wo Politiker in langen Debatten über die Einführung von Mindestlöhnen streiten, putzen nach Feierabend Frauen für 5,50 teilweise auch nur für 5,10 Euro die Stunde, den Reichstag.

Das ist der niedrigste Hungerlohn, den die Berliner Firma B + K nach IG BAU an Mitarbeiter zahlt. Der vorgeschriebene Mindestlohn beträgt seit kurzem aber 7,87 Euro im Westen und 6,36 Euro im Osten!

Laut IG BAU bekommt eine Reinigungskraft für eine 37,5-Stunden-Woche einen monatlichen Bruttolohn von 825 Euro. Für einen Alleinstehenden bedeutet das einen Nettoverdienst von 652 Euro im Monat! Nach Angaben der Gewerkschaft begründet die Firma B + K die Hungerlöhne damit, dass die Putzfrauen zu langsam seien.

Diesen Modernen Sklavenhandel findet man immer öfter und vor allem in den Dienstleistungsbranchen, wie etwa Reinigungsfirmen oder Zeitarbeitsfirmen. Es wird Zeit, dass dem endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Arbeitnehmer noch nicht einmal von seinem Einkommen leben kann!

1 Kommentare:

Bernd hat gesagt…

Diejenigen, die am ehesten und lautesten über Mindestlöhne streiten lassen es zu, dass in ihrem Haus Leute für Hungerlöhne arbeiten! Ein weiterer Skandal der Theater GmbH&CoKG, der die ganze Ehrlichkeit offenlegt.